Papsttum & Päpste : Joseph Ratzingers Rettung des Christentums: Beschränkungen des Vernunftgebrauchs im Dienste des Glaubens

Joseph Ratzingers Rettung des Christentums: Beschränkungen des Vernunftgebrauchs im Dienste des Glaubens

EUR 10,00


Enttäuschend platt - Albert hat hier seinem Ruf nicht entsprochen, ein scharfer Denker zu sein. Er hat seine eigene Position nicht kritisch dargelegt und hat unkritisch auf die wissenschaftliche Weltsicht verwiesen. Diverse Referenzen darauf führte er verklausuliert auf, als ob er dieser absoluten Bedeutung beimisst (höchstwahrscheinlich ..., nach allem was wir heute wissen...) - obwohl es sich um umstrittene Expertenmeinungen handelt. Die Bedeutung der sogenannten Kopenhagener Interpretation der Quantenmechanik war ihm auch weit weniger bewusst als Ratzinger. Auch erklärte er nicht, warum er Ratzingers Wissenschaftsverständnis als positivistisch bezeichnete oder wo er denn nun einen logischen Fehler Ratzingers sah. Es ist eher ein galliger Ton, in dem er seine Ansicht versteckt, die die Ratio nur in Denkverboten begrenzt sieht. Ratzinger dagegen legt dar, dass er im Geheimnis Gottes die natürliche Grenze der Vernunft erkennt, die sich nicht anmaßen kann, zu begreifen. Der Verstand hingegen könne unbegrenzt jeder Verbote sein Reich erkunden und sich der Grenze so weit es ihm möglich ist, nahen. Es wäre eine fatale Selbstüberschätzung, diese Grenze jedoch nicht wahrzunehmen.Die Stärke des Buches liegt in der Fähigkeit Alberts, Ratzinger komprimiert wiederzugeben, auch wenn er ihn offensichtlich nicht versteht. Albert versucht, halb verstandene Fragmente Ratzingers Denken in das Raster seines Denkens zu projizieren ... was fehl schlagen muss. Mit den Ergebnissen dieses Versuches geht er abermals unkritisch um und macht nie den Eindruck, das er die Möglichkeit in Betracht zieht, selber falsch zu liegen. Entsprechend schwach fallen dann die Repliken an Habermas aus ...Unschön ist, dass sich Albert stellenweise auf plumpe Polemik weit unterhalb seines Niveaus einlässt. Das disqualifiziert das Buch weitgehend als ernstzunehmenden Diskussionsbeitrag.

Theologisches Dünnbier - Gleichwohl es sich bei dieser Schrift um eine Auseinandersetzung auf rein theologischer Ebene handelt, kann sie auch von einem Nicht-Theologen mit Gewinn gelesen werden. Es wird deutlich, dass der ob seines scharfen Geistes und seiner akademischen Bildung vielgerühmte Theologieprofessor Ratzinger auch nur mit (Weih-)Wasser kocht. Vieles was er predigt ist nicht mal das, sondern theologisches Dünnbier.




Joseph Ratzingers Rettung des Christentums: Beschränkungen des Vernunftgebrauchs im Dienste des Glaubens